Advanced Query (Datalog)
Wenn eine Filterzeile nicht reicht — Regeln, die verknüpfen, ableiten und verdichten
- 1Query-Block einfügen und in den Datalog-Modus wechseln.☐Prüfpunkt: Ein leerer :find/:where-Block steht bereit.
- 2:find auf die gesuchte Größe setzen, :where mit Bedingungen füllen — je Zeile eine.☐Prüfpunkt: Die Regel liefert eine erste Treffermenge.
- 3Variablen über Blöcke verbinden (Join) oder mit count/sum aggregieren.☐Prüfpunkt: Der Report verknüpft mehrere Kriterien.
- 4Regel als benannte Sicht speichern; sie berechnet sich bei jeder Änderung neu.☐Prüfpunkt: Die gespeicherte Regel erscheint und aktualisiert sich live.
Eine Simple Query filtert eine Property und wird zur Sicht. Aber sobald Du zwei Dinge verbinden willst — offene Aufgaben aus den Meetings eines Quartals, gruppiert nach Projekt — endet die Filterzeile. Datalog beginnt genau dort: Du beschreibst die Beziehung als Regel, und mium leitet den Rest ab.
Wo die Filterzeile endet
Eine Filterzeile prüft Blöcke einzeln gegen feste Kriterien. Sie kann nicht über Blöcke hinweg verbinden, nichts ableiten und nichts zusammenrechnen. Multi-Kriterien-Reports klickst Du sonst aus mehreren Sichten von Hand zusammen — und pflegst sie ebenso. Datalog dreht das um: eine Regel, die Beziehungen beschreibt, und eine Engine, die sie auswertet.
Anatomie einer Regel
Eine Datalog-Regel hat zwei Teile: :find sagt, welche Größe Du sehen willst, :where listet die Bedingungen — je Zeile eine. Variablen wie ?task verbinden die Zeilen; taucht dieselbe Variable mehrfach auf, ist das ein Join.
[:find ?task
:where
[?task "type" "task"]
[?task "status" "offen"]
[?task "von-meeting" ?m]
[?m "tag" "q3"]]
;; offene Aufgaben aus Q3-Meetings — ein Join über ?m5 Bausteine für Advanced Query
- Die Regel beschreibt das Ziel (:find), nicht den Suchweg — Du sagst was, nicht wie.
- Jede :where-Zeile ist eine Bedingung; gemeinsame Variablen verbinden sie zum Join.
- Aggregate verdichten: count, sum, max, min, avg über die Treffermenge.
- Eine Regel ist wiederverwendbar — benenne sie, und sie wird zur Sicht für das ganze Team.
- Grenzen setzen: rekursive oder unbeschränkte Joins brauchen ein Limit, sonst wird die Auswertung teuer.
Beispiel: offene Aufgaben je Projekt zählen
[:find ?projekt (count ?task)
:where
[?task "type" "task"]
[?task "status" "offen"]
[?task "projekt" ?projekt]]
;; ein Report: pro Projekt die Zahl offener AufgabenVorher/Nachher — Simple Query vs. Datalog
| Fähigkeit | Simple Query | Datalog |
|---|---|---|
| Kriterien | eine Property | beliebig viele |
| Über Blöcke verbinden | nein | ja (Join über Variablen) |
| Ableiten / aggregieren | nein | count··sum··group |
| Wiederverwendbar | als Sicht | als benannte Regel |
| Lernkurve | Minuten | steiler, dafür mächtiger |
Ehrliche Frage
Wie viele Deiner Reports baust Du jede Woche neu, weil sie mehrere Kriterien verbinden, die keine Filterzeile fassen kann? Die Antwort entscheidet, ob sich die steilere Lernkurve von Datalog für Dich auszahlt — oder ob eine Simple Query schon reicht.
Beschreib, was zählt — den Rest rechnet mium.
Eine Regel, und Dein Zweitgehirn baut den Report — und hält ihn aktuell, während Du denkst. Kein Export, kein Zusammenklicken; ein Begleiter, der Deine Kriterien versteht.
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