BRIEF··

Advanced Query (Datalog)

EXECUTIVE SUMMARY

Was, wenn Dein Report sich nicht aus zehn Sichten zusammenklicken lässt, sondern aus einer Regel entsteht, die beschreibt, was zählt — und sich selbst neu berechnet, sobald sich ein Block ändert? Advanced Query macht aus verstreuten Blöcken einen Multi-Kriterien-Report, ganz ohne Export.

beliebig
Kriterien je Query
ja
Joins über Blöcke
count·sum
Aggregat
0 min
Report-Pflege
nein
Export nötig
steiler
Lernkurve
RISIKEN
  • Datalog hat eine steilere Lernkurve als eine Filterzeile — ohne Einstieg bleibt die Mächtigkeit ungenutzt.
  • Schlecht beschränkte Regeln werden teuer; rekursive oder offene Joins brauchen Grenzen.
  • Ohne saubere Properties greift keine Regel — die Datenpflege bleibt Voraussetzung.
ENTSCHEIDUNG
Empfehlung — Datalog-Regeln für wiederkehrende Multi-Kriterien-Reports etablieren; manuell zusammengeklickte Report-Sammlungen ablösen, einfache Sichten bei Simple Query belassen.

Eine Simple Query filtert eine Property und wird zur Sicht. Aber sobald Du zwei Dinge verbinden willst — offene Aufgaben aus den Meetings eines Quartals, gruppiert nach Projekt — endet die Filterzeile. Datalog beginnt genau dort: Du beschreibst die Beziehung als Regel, und mium leitet den Rest ab.

Wo die Filterzeile endet

Eine Filterzeile prüft Blöcke einzeln gegen feste Kriterien. Sie kann nicht über Blöcke hinweg verbinden, nichts ableiten und nichts zusammenrechnen. Multi-Kriterien-Reports klickst Du sonst aus mehreren Sichten von Hand zusammen — und pflegst sie ebenso. Datalog dreht das um: eine Regel, die Beziehungen beschreibt, und eine Engine, die sie auswertet.

Anatomie einer Regel

Eine Datalog-Regel hat zwei Teile: :find sagt, welche Größe Du sehen willst, :where listet die Bedingungen — je Zeile eine. Variablen wie ?task verbinden die Zeilen; taucht dieselbe Variable mehrfach auf, ist das ein Join.

[:find ?task
 :where
 [?task "type" "task"]
 [?task "status" "offen"]
 [?task "von-meeting" ?m]
 [?m "tag" "q3"]]
;; offene Aufgaben aus Q3-Meetings — ein Join über ?m

5 Bausteine für Advanced Query

  1. Die Regel beschreibt das Ziel (:find), nicht den Suchweg — Du sagst was, nicht wie.
  2. Jede :where-Zeile ist eine Bedingung; gemeinsame Variablen verbinden sie zum Join.
  3. Aggregate verdichten: count, sum, max, min, avg über die Treffermenge.
  4. Eine Regel ist wiederverwendbar — benenne sie, und sie wird zur Sicht für das ganze Team.
  5. Grenzen setzen: rekursive oder unbeschränkte Joins brauchen ein Limit, sonst wird die Auswertung teuer.

Beispiel: offene Aufgaben je Projekt zählen

[:find ?projekt (count ?task)
 :where
 [?task "type" "task"]
 [?task "status" "offen"]
 [?task "projekt" ?projekt]]
;; ein Report: pro Projekt die Zahl offener Aufgaben

Vorher/Nachher — Simple Query vs. Datalog

FähigkeitSimple QueryDatalog
Kriterieneine Propertybeliebig viele
Über Blöcke verbindenneinja (Join über Variablen)
Ableiten / aggregierenneincount··sum··group
Wiederverwendbarals Sichtals benannte Regel
LernkurveMinutensteiler, dafür mächtiger

Ehrliche Frage

Wie viele Deiner Reports baust Du jede Woche neu, weil sie mehrere Kriterien verbinden, die keine Filterzeile fassen kann? Die Antwort entscheidet, ob sich die steilere Lernkurve von Datalog für Dich auszahlt — oder ob eine Simple Query schon reicht.

Audit-ID: BRF-advanced-query-datalog-v1.0Vorgelegt: 2026-05-22··Falktron GmbH, Oelde
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